Deine Unzuverlässigkeit k*tzt mich an!

Liebe X,

ich verstehe sehr gut, wie man dem Zeitplan hinterher rennt, wenn man zwei kleine Kinder hat. Ich verstehe auch, dass man als Selbstständige vor Allem zwei Dinge zeitgleich ist: Selbst und Ständig!

Ich verstehe auch, dass dein Ehemann und deine Kinder Mittags um 12 Uhr ihr Essen erwarten und auch keine Minute später bewirtet werden können, denn der Mittagsschlaf der Kinder ist fast noch wichtiger, wie die pünktliche Malzeit. Ich verstehe sehr gut, dass du für mich keine Zeit hast, wohl aber für die Freundin mit dem Pferd auf dem Hof nebenan, oder für die Frau, mit deren Tochter deine Kinder einmal in der Woche beim Turnen rumtoben. Oder für die Secondhand-Shop-Inhaberin, die nur mal kurz Irgendwas wollte. Dafür habe ich Verständnis, denn deine Prioritäten sind anders, als Meine es sind.

Aber es kotzt mich an, dass wir uns fest verabreden, damit die Kinder spielen können und du nicht kommst. Ich muss meinem Sohn erklären, warum sein Kumpel nicht kommen kann und darf die Tränen wegwischen und habe keine Antwort auf sein „Warum“! Weil du dich nicht für eine SMS, ne WhatsApp oder ein kurzes Telefonat bequemen kannst. Einmal kann das vorkommen, okay, vergessen!

Und ein zweites Mal verabreden wir uns, ich backe extra Kuchen für dich, weil du doch diese Allergie hast, sogar speziell… kaufe teurere Zutaten, als ich sie sonst benutze. Und du kommst wieder nicht. Ohne ein Wort, keine Nachricht, Nichts! Es kotzt mich an, dass ICH dich fragen muss, wo du denn warst. Und dein geheucheltes „Ach, ja, tut mir leid!“ kannst du dir abschminken. Aber gut, Jede(r) verdient eine dritte Chance.

Eine dritte Verabredung, dieses Mal mit freier Uhrzeit, einfach „so zwischen zwei und vier, wenn die Kinder wach sind“! Damit die Kinder den neuen Pool austesten können, mit Rutsche sogar. Ich habe extra meine letzten Erdbeeren vor meiner Familie gerettet, weil du sie gerne magst und deine Kinder sie ebenso lieben. Ich habe Kekse für die Kinder und sogar mal wieder anständigen Kaffee im Hause. UND ES KOTZT MICH AN!!! Dieses Mal reicht es, ich habe Geduld, ich habe Verständnis, aber es reicht einfach. Ich bin ein sehr toleranter Mensch, aber ich kann eine Sache auf den Tod nicht ausstehen und das ist UNZUVERLÄSSIGKEIT! Such dir deine Blöden woanders, ich kenne dich nicht mehr!

Wie, du willst darüber reden? Hat deine Mami dir nie beigebracht, dass man sich MELDET, wenn was dazwischen kommt? Das nennt man UMGANGSFORMEN! Eine Regel der HÖFLICHKEIT! Erzähle mir noch tausendmal, wie gut es deine Kinder bei dir haben und wie gut sie erzogen sind: wenn sie deine Unzuverlässigkeit lernen, ist Hopfen und Malz verloren! Ich sage: Auf nimmer Wiedersehen, schenks dir einfach, ich kenn dich nicht mehr!!!

 

 

Und ja, ich mache mir solche Mühen, wie allergiefrei zu backen, Erdbeeren horten und Kekse für Besuchskinder backen: weil ich ne Mama bin!!!

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Vom Gewinnen und Verlieren…

… oder warum ich den Sinn von Wettbewerben bis heute nicht verstanden habe!

Mein Sohn spielt Fußball, bzw. er versucht es. So mit knappen 5 Jahren beherrscht er die Regeln mal grade rudimentär: den Ball nicht in die Hände nehmen, aufs Tor schießen, um einen Punkt zu erlangen, den Ball nicht ausserhalb der weißen Linie weiter spielen (es sei denn, der Trainer sagt was Anderes) und der wichtigste Punkt (zumindest in seinen Augen und in denen der anderen Kinder) wir müssen gewinnen.

Aber warum muss man gewinnen? Was bringt es, zu gewinnen? Ausser, dass in Söhnchens Fall die andere Mannschaft ausgelacht wird, man sich gegenseitig ein „Ätsch man, Bätsch man!“ entgegen wirft und freudestrahlend zu den Eltern rennt und was von 21 zu 184 faselt. Punktezählen muss auch noch gelernt werden.

Wenn Sohnemanns Mannschaft verloren hat, ist er natürlich tief traurig, enttäuscht und er schimpft auf die Anderen, die ja eh total blöde sind. Bis ich ihn frage, warum er, der ja vor dem Tor stand, denn die Anderen nicht gehindert hat, den Ball ins Tor zu lassen. Oder warum er an der Linie stand und dem Kohlweißling hinterher geschaut hat, anstatt den Ball ins gegnerische Tor zu Kicken. Das ist gemein von mir, ihm die Schuld zuzuschieben – aber dann widerrum frage ich ihn, ob er denn Spaß hatte. Oftmals strahlt er mich dann an, sagt, er möchte die nächste Woche wieder hin und dann ist das Thema mit Verlieren und Gewinnen auch schon durch. Er weiß inzwischen, dass Gewinnen und Verlieren nicht wichtig ist, dass alleine der Spaß am Spiel zählt. Denn meiner Meinung nach ist Gewinnen nichts, was erstrebenswert ist. Denn wenn man gewinnt, verlieren die Anderen und dann sind die traurig. Auf Kinderebene ist das logisch. Erster sein ist für die, die danach kommen, voll blöde. Weil der zweite Sieger der erste Verlierer ist.

Verlieren ist ein Tritt in die Psyche und damit ungesund. Und weil man nicht immer gewinnen kann, bekommt unsere Psyche öfters mal einen Tritt. Das fängt im Kindergarten an (wer ist der Erste/ die Erste im Gruppenraum), zieht sich in der Freizeit weiter (Fußball und Schwimmen „Wer hat als Erste/r sein Abzeichen“), in die Grundschule (wer kann als Erste/r lesen/schreiben/rechnen und bekommt eine goldene Urkunde bei den Bundesjugendspielen) zur Mittelschule (Vorlese- und Rechenwettbewerbe, Zensuren mit Sternchen) bis hin zum Abschluss (Summa cum laude oder doch nur Sek.I oder Sek.II)

Nehmen wir doch mal als Beispiel die Bundesjugendspiele, bzw. wie ich sie erfahren habe:

in meiner Grundschulzeit (Anfang der 90er) war die Teilnahme an den BJS Pflicht. Wer krank war, bekam einen Eintrag im Klassenbuch, ne schlechtere Sportbewertung, einen sog. Blauen Brief und natürlich auch den Eintrag im Zeugnis. Weil das Alles keine guten Aussichten waren, schleppte ich mich hin, trotz gehöriger Antipathie gegenüber sportlicher Veranstaltungen im Allgemeinen und den BJS im Besonderen.

Klein-Krähe gab sich alle Mühe, hoch und weit zu Springen, noch weiter zu Werfen, die gewünschten Seilsprünge in der vorgegebenen Zeit mit bestmöglichem Ergebnis zu absolvieren und natürlich auch schlussendlich möglichst schnell zu Laufen. Mit meinen Ergebnissen war ich persönlich immer zufrieden, denn ich hatte keine Lust auf diesen verf***ten Wettbewerb, zu Sport schonmal gar nicht und irgendwie hab ich mit trotzdem Mühe gegeben, gut abzuschneiden. Als Belohnung winkte ja schließlich ne hübsche Urkunde, eventuell ein kleiner Pokal, aber zumindest ne Medaille.

Das Ende des Wettbewerbs nahte, die Kinder versammelten sich zur Urkundenvergabe und hofften Jeder für sich mit glänzenden Augen und noch völlig verschwitzt auf Medaille oder Pokal. Klein-Krähe mittendrin, mit dem Gedanken erfüllt, heute wars richtig gut, du warst schnell (andere waren trotzdem schneller) du bist weit gesprungen (andere habens noch weiter geschafft) und du hast dich beim Staffellauf nicht auf die Schnauze gepackt, heute kriegst du eine von diesen tollen, glänzenden Medaillen und deine Klassenkameraden werden dich loben.

Der Rektor sprach in sein Mikro, verteilte unter Jubel und Applaus die Pokale nebst Urkunden, die Gewinner durften sich ihre Sachen abholen und sich umziehen gehen. Der Platz leerte sich etwas.

Es wurde nur Wenig ruhiger, denn jetzt kamen die Goldmedaillen. Krähe macht sich darauf keine Hoffnungen, die bekommen immer nur die Jungs. Tatsache, nur Jungs, Medaille um den Hals, Urkunde, Pfötchen schütteln, Abgang.

Ah, die Silbermedaillen, sehen auch viel schöner aus (ich liebe Silber), Krähe möchte SO EINE haben. Ein Name nach dem Nächsten, einmal einer, der meinem ähnelt, ich will aufstehen, aber der Nachname war ein Anderer. Das war die letzte. Krähe ist traurig, aber da wartet noch Bronze. Der Platz ist inzwischen bis auf 30 Kinder leer, 10 warten auf die letzten Medaillen. Ein Name nach dem Nächsten zieht an mir vorbei, Meiner ist nicht dabei. Krähe ist nicht nur traurig, sondern auch enttäuscht. Denn jetzt kommt das, was der Lehrer als Trostpreis sieht, der Schüler, der eh schon unter Hänseleien leiden darf, aber als offizielle Erlaubnis zum Getreten werden: die Teilnehmerurkunde!

Klein-Krähe heult und die Klassenlehrerin will einfach nicht verstehen, warum: dass diese Urkunde einen Dreck wert ist, weil man selbst am Besten weiß, ob man da war oder nicht! Weil man sich wirklich große Mühe gegeben hat, das aber anscheinend unter der Masse an Teilnehmenrn keinen Bestand hat. Es wird nach Schema gerechnet, unter 2 Minuten um die Runde 10 Punkte, unter 5 Minuten 3 Punkte, 7 Minuten, joa, der war da. Es wird nicht mitbewertet, dass betreffender Schüler Asthma hat und daher etwas langsamer machen muss. Es wird nicht mit einbezogen, dass der Schüler sonst sportlich eine Niete ist und da keinen Spaß dran hat. Die einzelnen, persönlichen Leistungen werden nicht gewertet, sondern nur die, die in der Liste stehen. Als Individuum bist du verloren und darfst dir von den Anderen, den Besseren auch noch anhören, dass du nichts kannst. Als ob du das nicht selber wüsstest! Und wenn man dann in der Klasse saß und nachgehakt wurde, wie gut man nun wäre, wurde Klein-Krähe ausgelacht. Weil sie doch nur ne blöde Teilnehmerurkunde bekommen hat. Und weil sie da schon nicht verstehen konnte, warum man sich im Wettbewerb messen muss, wenn die Gewinner die Tollen sind und quasi mit Erlaubnis die Nicht-Gewinner treten durften.

Es gab aber auch Wettbewerbe, dich gewonnen habe, so ist es nicht. Der Plattdeutsch-Vorlese-Wettbewerb, da hatte ich den ersten Platz. Und musste zusehen, wie eine Schulkameradin von ihrer Mutter, die Töchterchen scheinbar gedrillt hat ohne Ende, völlig fertig gemacht wurde. Weil sie Zweite war. Mir tat das Mädchen unendlich leid. Ich sah ihre Tränen und konnte mich nicht mehr freuen. Ich wollte ihr den Vortritt lassen, aber das durfte ich nicht. Ich habe mich geweigert, Erste zu sein, nur damit das Mädchen gewinnen durfte. Nein, ich musste gewinnen. Obwohl ich nicht (mehr) wollte.

Ich wurde im Vorlese-Wettbewerb Jugendbuch Zweite. Erste wurde meine damals beste Freundin. Die hatte es sowas von verdient. Und ich freute mich so sehr für sie… ich war keine Verliererin mit Tränen in den Augen. Dafür wurde ich von der Jury gelobt. Warum ich denn nicht enttäuscht wäre, wurde ich gefragt: ganz einfach, weil ich Fehler gemacht habe, meine Freundin aber nicht. Weil sie besser war und weil wir Freundinnen wären, die Alles teilen. Sie wollte nicht gewinnen, aber freute sich dennoch drüber. Sie wurde später Landkreis-Beste, ich war so stolz. Weil sie, die Beste, ausgerechnet MEINE Freundin war!

Heute frage ich mich immer noch: warum muss man Kinder in den Wettbewerb bringen? Was hat man von dem System Gewinnen/Verlieren?

Warum müssen Kinder gedrillt werden, dass sie gewinnen? Und wozu muss es Pokale, Medaillen und Urkunden geben? Die Erwartungshaltung der Eltern und Lehrer an die Kinder ist ein enormer, psychischer Druck. Einige Kinder können damit um, gewinnen und bekommen Lob, Aufmerksamkeit und Jubel. Die Anderen bekommen Ärger, enttäuschte Gesichter und weiteren Druck, der nicht erfüllt werden kann. Warum muss man denn überhaupt unterteilen in Gewinner und Verlierer? Ist es nicht sinnvoller, alle als Teilnehmer zu werten, ohne Punkte, ohne Gold/Silber/Bronze?

Manche werden jetzt mit dem Argument „Arbeitsmarktsituation“ um sich schlagen. Ja, auch da zählt der Erste/Schnellste/Beste. Doch würde man von kindauf lediglich den Wert, dabei gewesen zu sein, schätzen lernen, würde es die hochgeschraubten Ansprüche im Erwachsenendasein noch geben? Ich denke nicht!

Belohnt doch dafür, dass man Spaß hatte. Mit etwas, wovon Alle und nicht nur die Einzelnen was haben. Denn ich mag Wettbewerbe heute noch nicht, egal, ob ich sie gewonnen habe oder nicht. Denn es gibt nur Verlierer!!!

Die Krähe hat…

… ein neues Spielzeug!

Nein, ich muss sagen, ein Spielzeug ist es nicht, wohl aber ein wirklich toller Helfer in der Küche.

Er kann hacken, mahlen, dünsten, kochen, wiegen und sagt mir sogar, welche Zutat als nächstes in den Mixtopf kommt.

Die Rede ist vom Thermomix TM5 aus dem Hause Vorwerk. Ein wahrer Alleskönner und ich bin sehr überzeugt von meinem neuen Freund.

Seit dem 31.03. habe ich das gute Stück in meiner Küche stehen und koche seit seinem Einzug nicht mehr auf dem Herd (ausser meine Nudeln, denn ein Pfund Nudeln schafft er leider nicht, wohl aber die besteste Tomatensoße der Welt. Zumindest laut Sohnemann, und der muss es als Nudelspezialist ja wissen 😉 )

Ich wollte ihn eigentlich nicht haben. Eine Freundin hat ihn mir und ein paar Anderen vorgeführt und ich dachte, ich bräuchte ihn auch nicht. Denn Alles, was der kann, kann ich mit den Mitteln, die ich hier habe, auch. Gut, zugegeben, mein Mehl und mein Kaffeepulver selber mahlen, das kann ich nicht. Aber sonst…

Aber dann, weit nach dem Erlebniskochen bei meiner Freundin, kam das Kopfkino. Natürlich fragte ich bei ihr nach, wie denn Dieses wäre und Jenes und überhaupt.

Und irgendwann drückte sie mir einen Beratungsgutschein in die Hand. Ihre Teamleiterin würde sich melden und wir würden ein Gespräch vereinbaren. Und kurze Zeit später hatte ich tatsächlich einen Termin mit einer sehr sympathischen Dame und war mir dennoch sicher, der Thermomix und Ich, das passt nicht. Der ist zu teuer, der ist so groß, den brauche ich ansich nicht. Aber schön wäre es trotzdem, ihn mal bei mir erleben zu dürfen.

Mein Kopfkino war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft – denn als die nette Dame vom Telefon mit meinem neuen, besten Freund auf der Matte stand, hatte ich Nichts zu verlieren. Ausser dem Erlebnis, ihn ständig um mich zu haben, den Thermomix. Jeden Tag frisches, gesundes, „chemiefreies“ und leckeres Brot zu backen, Gemüse so knackig und doch zart dünsten zu können, dass es schmeckt und so schnell und sparsam ein saumäßig leckeres Geschnetzeltes zu zaubern, dass sogar mein Sohn es liebt.

Die nette Dame ist jetzt auch meine Teamleiterin und meine Freundin hat eine neue Kollegin geworben – mich! Ich bin stolz, dieses wunderbare Geschenk an jede/n Hausfrau/mann vermitteln zu können und mich Thermomix-Repräsentantin nennen zu dürfen.

Mein Thermomix und ich sind inzwischen nicht nur ein eingespieltes Team, er hilft mir zudem auch beim Abnehmen (bis dato 5kg in einem Monat!), ich kann meinen Jüngsten mit frisch gekochten Breien verwöhnen und meine ganze Familie ist begeistert. Jetzt möchte sogar der weltbeste Ehemann von Allen (nämlich Meiner!) einen Küchenfreund für seine Arbeit haben!!!

Ich bin froh, dass ich mich entschieden habe, dem Hause Vorwerk ein weiteres Mal den Vorzug gegenüber anderer, teils deutlich günstigerer Produkte, gegeben zu haben. Denn qualitativ spricht Alles für Vorwerk. Bis auf den Motor kann ich Alles, also den Mixtopf, alle Einsätze, den Varoma und den Spatel ohne Probleme in den Geschirrspüler packen. Ich habe während der Zubereitungsphasen tatsächlich Zeit, in Ruhe nochmal Duschen zu gehen, mit den Kindern zu spielen, den Tisch liebevoll herzurichten ect., während mein Essen vor sich hin (ge)kocht (wird). kein Aufpassen, damit Nichts anbrennt, keine lästige Rührerei im Topf – total klasse. Ich bin begeistert, meine Familie ist begeistert, Allen schmeckt es wunderbar. Wir sind zufrieden!

Interesse geweckt? Dann hier melden, Formular ausfüllen und Spaß haben!!!

Es lohnt sich!

Hilfe, es wird ein Spaßvogel

Muddi hat so langsam arg den Schnabel gestrichen voll! Und der kleine Spaßvogel scheint sich da nicht die Bohne drum zu scheren, denn er veräppelte mich gestern das zweite Mal, dieses Mal sogar noch ein bisschen mehr!

Kann man sein Kind eigentlich mit Süßkramentzug bestrafen, noch bevor es das Zeug überhaupt kennt? Ne, ich fürchte, derzeit ist das eher meine Bestrafung. Gnahgnahgnah!!!

 

Beim ersten Mal waren es Wehen, regelmäßiger Abstand von 10 Minuten, Tendenz „schön gleichmäßig, geht gut vorran“ vor etwas über 14 Tagen. Wir also mit wehenden Fahnen ins Krankenhaus und da passierte das, was mich an einen schlechten Scherz glauben ließ – ich lag auf der Liege, Herztöne schön, Wehen… ja, wo sind die denn auf Einmal hin? Wehen weg! Muttermund tief oben, noch hart, komplett zu – nix mit „Küken kommt“!

Naja, gut, irren ist menschlich, passiert, alles noch gut, sind ja auch noch fast drei Wochen bis zum errechneten Termin!

Allerdings bin ich seit dem Tag von regelmäßiger Wehentätigkeit umgeben und bis auf die letzten drei Tage nix, wo man sagen könnte: „Wir sollten denn langsam mal!“ Nene, da kommen so 5 oder 6 Wehen angeflogen, ziehen da so rum, schubsen den Zwerg etwas zur einen oder anderen Seite und denn hauen die wieder ab, als wäre nichts gewesen.

Habe ich insofern was gegen, als das ich inzwischen das Gefühl habe, mein kompletter Becken-/LWS-/Unterbauchbereich bricht auseinander. Klar, da drücken knappe 5 Kilo Gewicht drauf und so ein Babykopf ist ein guter Lastenträger. Autschn! Für mich bedeutet das jetzt seit ein paar Tagen ganz konkret, ich kann nicht mehr vernünftig schlafen, immer so ne Stunde, bevor ich hoch muss, um die Toilette aufzusuchen. Dabei bewege ich mich wie eine alte, von Zeit und harter Arbeit gebeutelte Frau, geschätze 95 Jahre. Inzwischen ist die Beckenbodenmuskulatur soweit belastet, dass ich jetzt auch so langsam weiß, wo meine Spagatgrenze ist. Bei etwa Beine-im-Stehen knappe 50cm auseinander 🙂

Also runderhum tut mir mein unteres Gestell inzwischen arg weh, ich bin wehleidig, grätzig und völlig auf, nervlich gesehen. Körperlich sowieso. Meine Achatschnecken sind schneller unterwegs als ich und ich finde meine Füße inzwischen sehr abstoßend – den Wassereinlagerungen sei Dank!

Aber ich denke ja positiv – jede Wehe bringt mich näher an den Nachwuchs. Und so dachte ich auch gestern.

Wehenstärke gefühlte 6 von 10, sonst eher so 3 auf einer Skala von 0 bis 10 (10 = ich sterbe vor Schmerz!) 

Zeitlicher Abstand regelmäßig bei 7-5 Minuten, Zwerg liegt ruhig, ab und an merke ich mal seinen Unmut über den Platzmangel, er versucht, sich wie ein Expander zu strecken, wenn grade Ruhe ist.

Nach 2 Stunden starkem Rumgewehe rufe ich also den RTW und lasse mich ins gewählte KKH bringen. Die Sanis waren ganz nette Jungs, muss man mal anmerken. Danke Jungs!!! Und dann ab an den CTG-Schreiber. Kind ist inzwischen aufgewühlt und völlig munter, die Wehen sind gar nicht mehr so regelmäßig und in kurzen Abständen, aber wenn sie kommen, sind sie kräftig. Sieht das CTG anders… wtf???! Kleine, minimalistische Hügelchen – hätte auch Hobbingen sein können, was da grade gezeichnet wird. Gut, immerhin ist der Kleine okay. Der strampelt da rum, fühlt sich wohl, ich mich auch soweit. Der Kreisssaal ist hübsch, die Badewanne hats mir angetan, da will ich rein. Bin ja noch guter Hoffnung, irgendwie habe ich auch das Gefühl, ich laufe aus (Fruchtwasser!!!) aber dann, nach fast einer Stunde CTG werde ich quasi vor die Tür des Kreisssaals gesetzt. Die Wehen sind nicht regelmäßig, nicht stark genug und der Muttermundsbefund ist dieses Mal zwar etwas anders, aber er liegt noch zu tief innen und überhaupt… ja, äh, wie jetzt? Wir sollen auf die Ärztin warten, die kommt gleich und möchte den Spaßvogel nochmal im Schall sehen. Wir haben es inzwischen halb elf am Abend. Und der beste Gatte von Allen und ich sind hundemüde, völlig k.o. und denken schonmal, wie wir denn wieder nach Hause kommen, denn unser persönliches Taxi arbeitet grade und der Notfahrer dürfte schon schlafen. Mist – wir haben ja nicht mit „ihr geht wieder“ gerechnet, sondern eher mit „Baby kommt jetzt“! Uns fällt nichts Gescheites ein, wir sind down, grätzig, ich bin so fertig und vergieße ein paar Tränen und die Ärztin lässt lange auf sich warten. Nach einer Stunde, in der ich gefühlte tausend Kilometer in den Stationsflur getreten habe, mein Becken nach liegen brüllt und mein Krieslauf sich zweimal fast verabschiedet hat, kommt dann endlich die Ärztin. Das Ergebnis ist für mich ein Aufreger – es sind nur noch 2 Tage bis ET, ich dürfte heute Nacht da bleiben, mein Mann allerdings nicht und keine Einleitung, kein Nichts. Ich weine, ich flehe, ich wüte, die Ärztin kann nichts dafür und ich entschuldige mich – tränenreich. 

Nein, ohne meinen Mann will ich nicht bleiben, der hat mich noch keine Nacht alleine gelassen, wenns nicht sein musste und das muss jetzt nicht sein. Ja, aber immernoch das Problem, wie wir nach Hause kommen. Die Ärztin ist ratlos, die Krankenkasse zahlt das anscheinend nicht. Gut, wir überlegen gleich weiter, erstmal weg hier, halt, wie war das jetzt mit Montag?!

Ja, wie, sie haben doch nen Termin bekommen! meint die Ärztin zu mir und ich darauf, ne, die Oberste hat gemeint, ich soll herkommen, Montag, wegen der Gestose darf ich nicht übertragen, aber herkommen, Montag – das ist so ne Zeitangabe zwischen Wand und Tapete. Ja, sie schaut mal, wann denn ein Termin frei ist.

Und wieder warten wir, es ist inzwischen viertel vor eins, allerdings bekomme ich jetzt mal ne klare Ansage bezüglich der Geburtseinleitung. Um halb 10 Morgens soll ich da auf der Matte stehen – und so ne Einleitung, ja, die könnte ja bis zu 7 oder 8 Tagen dauern, blah! Moah, mir reißt jetzt gleich der Geduldsfaden – ich habe ständig Wehen, ich bezweifle, dass deren Wehenmittel mich nicht innert recht kurzer Zeit zum Ergebnis bringen. Ich will töten… oder wahlweise in ein Mettbrötchen beißen. Darf ich Beides nicht *grummel*!!!

Und endlich fertig da… raus, bloß raus. Eben am Automaten ein bisschen Geld holen und die Jungs am Empfang bestellen uns ein Taxi.

Sehr netter, älterer Fahrer, der sich von uns nach Hause lotsen lässt. Noch Mama anrufen, Bescheid sagen, dass es Fehlalarm war – und der Rudelsamtpfote ne SMS schicken, die macht sich auch Gedanken! Es ist halb zwei, als der beste Rabe der Welt, der tollste Schnubbelhund und ich uns ins Bett hauen. 

Schlafen… nur noch schlafen…!

 

Nur Einer fand dieses Erlebnis so aufregend, dass er nicht schlafen kann – mein kleiner Spaßvogel, der rumpelt nämlich noch rum und stört sich nicht daran, dass Mama schon längst in ihre heimeligen, von Babybildern vollgestopften Traumwelten abdriftet!!!

Die Volvo-Odyssee… oder wie ich Familie Krähe völlig in den Wahnsinn treibe!

Zu Allererst sei erwähnt, dass wir hier echt Fans von unseren Fahrzeugen sind, wir lieben sie, sonst hätten wir auch nicht so viel Geduld mit ihnen. Und zum Zweiten sollte noch erwähnt werden, dass wir eigentlich lammfromm sind und keiner Fliege was zu Leide tun, aber langsam ist das Maß voll… so here we come, take a seat an have a good time…

 

Die Krähe proudly presents

Die Volvo-Odyssee

 

Mein Bruder hatte mit seinem Volvo Probleme, die Kühlertemperatur war ne Zeit immens hoch und ging nicht runter, dafür blieb die Heizung kalt. Wenn die Wärme nicht wenigstens durch die Heizung etwas abgebaut werden kann, ist das fatal, weil der Motor überhitzt und platzen könnte. Grund dafür war, nach Auffassung des Mechanikers (mir) und meines Bruders, dass der Kühlthermostat nicht öffnet. Tut er öfters mal nicht, ist nicht weiter tragisch, weil, ist ne kleine Reparatur und damit nicht der Rede wert. Das Problem ist einfach, dass jedes Auto zwei Kühlkriese hat – einen Kleinen, der lediglich Wasserpumpe und Motor beinhaltet und für die Primärkühlung des Motors im noch nicht betriebswarmen Zustand zuständig ist. Sobald der Motor ne gewisse Tmeperatur hat, macht der Thermostat auf (voll der Hakan: „Ey, noch kummst du hier net rein!“) und der große Kreislauf fließt, dann fängt die Heizung an, warm zu werden, die nicht verwertete Wärme wird also in den Innenraum abgegeben und die Lüfter im vorderen Motorraum werden zugeschaltet.
So, wenn der Thermostat kaputt ist und nicht mehr öfnnen kann, überhitzt der Motor schnell, was extrem teuer werden kann – in dem Fall etwa 750 Mäuse für einen gebrauchten, generalüberholten Austauschmotor, weil der Alte hinüber wäre. Ich also mit Bruderherz den Thermostaten getauscht, lief. Für etwa anderthalb Tage. Wieder das gleiche Problem, Motor zu heiß, obwohl sonst alles Tutti. Ergebnis: könnte ein Haarriss in der Kopfdichtung vom Motor sein. Iiiiiieeks – das geht nicht mal eben so, das kann ich nicht ohne ne Bühne reparieren und die Teile hab ich auch nicht und der Zylinderkopf müsste geschliffen werden. Gnahgnahgnah!
Also hin mit dem Wagen zum Volvo-Club. Ein Fehler, wie sich rausstellen sollte.
Der Wagen wurde ohne Weiteres angenommen (warum auch nicht, Mama ist Clubmitglied und bis dato war das auch ok so!)
Das war in der vierten Maiwoche und auf Anfrage, wann der Wagen denn wieder flott wäre, bekamen wir die Pfingstwoche genannt. Wann genau ließe sich so nicht sagen, wegen den Feiertagen, aber so knapp nach Pfingsten würde man das Problem behoben haben. Naja, mehr als drei Wochen für Motor auseinander pflücken, putzen (also Schleifen und so) und neue Dichtungen rauf und wieder zumachen – hm… ist ein bisschen lang, aber da es sich bei dem Verein um keine normale Werkstatt handelt, sondern eine, wo die Mechaniker (bis auf den Chef vons Ganze, der ist immer da) erst nach ihrem Feierabend hingehen, um zu schrauben… hm, okay. Kann ich nachvollziehen, wenn nur Einer dran bastelt und so… ja, plausiebel. Ernsthafterweise habe ich meine Hilfe angeboten, ich bin ja nicht so, bin zwar etwas gehandycapt wegen der Kullerkugel, aber das heißt ja nicht, dass ich nicht zumindest beim Rausdrehen und wieder Anziehen der Schrauben und beim Messen helfen könnte. Ne, geht ja gar nicht… wie auch immer! (als Mutterns Vertretung als Vereinsmitglied wäre mir das selbstredend möglich gewesen… aber wir übertreiben ja nicht!)

Es tat und tat und tat sich nichts Großes… kein Anruf mit „Ihr könnt den Wagen abholen!“ oder so oder wenigstens „Pass auf, mir fehlen die Leute, das dauert noch, ich hab grade keinen da, der machen könnte!“. Und das ist schon den ersten Aufreger wert – Brüderchen und ich sind ja Beides technische VollDAUs *nicht* und wären hingefahren – hab nicht umsonst so einen Drecksschein, der mich als KFZ-MECHANIKERIN ausweißt *grummel*.
Ne, noch ist Alles in Butter, noch gehts uns gut, die Hutschnur ist noch nicht angezündet, wuuuusssaaaaaaaaa!
Eine Woche nach Pfingsten, wir fragen mal nach. „Joa, ich hab noch nicht wirklich… aber so in zwei Tagen dann!“
Hmkay… *setzt sich hin und wartet*
Zwei Tage später, selbes Spiel: „Ja, äh… ne, noch nicht. Morgen… na, eher übermorgen. Ach, ne, der hat *murmel in den Bart* ja, nächste Woche Montag dann…!“
Hmmmm… okayyyy wir werden langsam ungeduldig und fragen mal, wie es denn mit dem Kopf aussieht. Ja, der Kopf, der ist Wellaform (ist normal, Metall arbeitet bei Hitze und da passieren denn solche Sachen wie Umformungen schonmal) und steht beim Schleifer. Ah, ok, dann könnt ihr grade nichts machen ausser…. Warten!
Und wir Warten mit… und warten… und warten…

Hutschnur wird langsam zur Lunte, brennt schon, wir sind inzwischen knappe zwei Wochen über Termin. Nu mal zu, wir haben nicht ewig Zeit!
Mama und ich teilen uns zwar einträchtig meinen Kleinen und das geht auch ganz gut, geht aber nix über ein zweites Auto auf dem Hof – vor Allem, wenn man Paraleltermine hat – und Mamas Auto ist dann derzeit ja mit Brüderchen unterwegs. Kein Ding, wie gesagt, aber auf die Dauer…

Am Montag war ich denn mit dem Raberich mal hin, um zu sehen, ob sich was getan hat. Jau, hat sich, der Wagen steht mit auseinandergeklopptem Motor draussen vor der Werkstatt, im Kofferraum liegen die Teile, der Kopf ist aber nicht dabei, wird wohl beim Schleifer liegen. Zwischenzeitlich hatten wir dann auch mal erfahren, dass die die Karre kurz vor Pfingsten so zerpflückt haben und der Wagen konnte dann nicht mehr gefahren werden, um ihn eventuell in eine andere Schrauberstätte zu überstellen – er hätte auf ne LKW-Rampe gemusst dafür… auch blöde. Man hat uns also auch die Wahl genommen, die Reparaturstätte zu wechseln – das ist Betrug! Aber weiter im Text, wir waren bei Montag…
Ich hin zum Werkstattchef und angefragt, wie siehts denn aus, wann können wir mit dem Wagen rechnen?! Ja, der Kopf kommt morgen vom Schleifer (oh, tatsächlich?) und der soll dann auch morgen wieder rein da und dann soll der morgen gen Abend wieder fertig sein. Könnte Mittwoch morgen werden, wenn noch was sein sollte, aber spätestens dann.
Joa, gut, wir werden konkret, wird Zeit nach… fast drei Wochen!
Ente gut, Alles gut? Ja Schiggendiddi…!!!

Ich ruf da Dienstag an, wann ich den Wagen denn den nächsten Tag (gestern) abholen kann und wieviel Geld ich mitbringen muss. Hatte den Mechaniker dran, der sich um den Volvo kümmert – ja, Geld wüsste er so nicht, ist doch n abgemachter Festpreis… aber wieso denn Mittwoch? Neee, Mittwoch schafft er nicht!
In dem Moment kam die Lunte dann endlich an ihrem Ziel an, irgendwas setzte Aus und mit einem Mal wollte ich sooo gerne durch das Telefon krabbeln… hab den Mechaniker zur Sau gemacht, weil es nun langsam echt reicht, immer dieses Vertrösten auf einen anderen Tag, immer dieses „Ja, ne, heute nicht, aber morgen… übermorgen ganz bestimmt!“
Die hatten genug Zeit, was soll die Schei*e? Wir zahlen das nicht umsonst, wenn die das nicht hinbekommen, hätten die mit offenen Karten spielen sollen…. ganz großes GNAH!

Ich bin geduldig, ich warte auch mal und ich kenne mich ja nun auch grade in Werkstätten mit Refernzzeiten aus – da kann denn mal ein Teil nicht lieferbar sein (nope, kein Problem, das Model ist ein zu Gängiges, da sind die Teile lieferbar!) oder es gibt Krankheitsausfälle beim Personal oder dem Chef brennt die Bude zuhause ab… kann ja immer mal was sein. Aber zu wissen, der Kunde wartet und sitzt auf glühenden Kohlen… und dann wieder zu zögern… geht gar nicht!

Also sind mein Bruder und ich gestern hin, eigentlich mit dem Vorsatz, den Wagen bis zum Abend da aus der Werkstatt raus zu holen – voll fahrtüchtig, versteht sich. Wusste nicht, wieviel Spaß „Guter Bulle, böser Bulle“ machen kann.
Ergebnis sollte sein, dass der Volvo heute um 16 Uhr fertig und fahrbereit auf dem Hof steht und von den ausgemachten 850€ nur 700€ zu zahlen sind, weil wegen Kulanz und so… wir sind gespannt, ob wir nun heute mit Anwalt in den Krieg ziehen müssen oder nicht! Wenn ja: Jungs, viel Spaß, denn: ihr habt euch mit Betrug, versuchtem Betrug, Verschleierung und Vorspiegelung falscher Tatsachen strafbar gemacht. Hinzu kommt, dass auf eurer Internetpräsenz kein Impressum zu finden ist und da ihr ein eV seid, müsste da auch die Satzung des Vereins stehen, dazu muss aufgeführt sein, wer 1. Vorsitzender ist, wer Kassenwart und wer Schriftführer. Ihr treibt offenen Handel, also muss auch die OHG zu finden sein. Habt ihr Alles nicht drin – unser Anwalt freut sich schon!!!

Ich hoffe, wir können die letzte Runde heute einläuten, ansonsten weiß ich zumindest schonmal, wer den ersten Schuss abgeben darf! *hrhrhrhrhrhr*

Von dunklen Wolken und Regenbrüchen

Manchmal denke ich. Und wenn ich denke, ist das, als ob ich einfach nur Wolken hin und her schiebe. Es sind eventuell die Hormone, ab und an kommt die Sonne ja durch. Aber nervig ist das trotzdem. Und ich bin doch sonst gerne ein Mensch, der viel Lacht, Anderen Mut macht, sie zum Lachen bringt, einfach gut drauf ist. Und dann sind da diese Momente, wo ich mich verkrümeln will, wo meine Wolken einfach mal platzen und sich abregnen. Wo ich mich ganz klein machen möchte, weil ich mich so unnütz finde. Weil ich rede, ohne nachzudenken, was Anderen sehr weh tun kann, ohne, dass es mir bewusst ist. Das kommt dann später und ich möchte meinen Kopf gerne gegen die nächste Wand schlagen, einfach, weil ich wieder wem auf die Füße getreten bin mit meinen Elefantenlatschen… und weil ich Leuten Angst machen kann. Ohne es zu wollen. Wer macht denn Anderen schon gerne Angst? Ich ganz bestimmt nicht, dafür bin ich zu sehr Harmoniesuchti…

 

Es ist ein Ouruboros, ein ewiger Kreis: ich sage Etwas, was Andere als Dumm erachten, das trifft voll ins Schwarze und tut Irgendwem weh. Daraufhin verkrieche ich mich bzw. ich versuche es. Die Wolken kommen. Manchmal mit Regen, manchmal aber auch nur mit nem heftigen Gewitter. Dann kommt ein bisschen Sonne, ich krabbel wieder aus meiner Versenkung raus und treffe wieder Leute – denen ich wieder auf die Füße trete.

Langsam nervt das gewaltig – sowohl die beschissenen Wolken und auch die ewigen Wolkenbrüche… als auch die Mitmenschen, die nicht in der Lage sind, zu unterscheiden, ob etwas aus Wut und dann nur dahergesagt ist, oder ob ich das ernst meine. Anstatt nachzufragen, wird geschwiegen. Und wenn ich nicht weiß, wo meine Fehler liegen, weiß ich nicht, wie ich sie wieder ausbügeln kann. Mir immer zu sagen, ich soll ruhig sein und zuhören, hilft mir nicht weiter. Mir zu sagen, ich hätte getriggert und wäre wieder verletztend geworden, hilft mir nicht. Nicht, wenn man das erst Tage später tut… ja, bitteschön, wie soll ich mich ändern, wenn ich situationsbezogen handle? Einem kleinen Kind wird direkt auf die Finger geklopft, wenns Mist baut. Das funktioniert. Warum wartet man erst gefühlt Jahrhunderte bei mir? Das schmerzt dann noch mehr – weil ich nichts korrigieren kann. Und dann sagen, das Verhältnis wäre zerrüttet… ja, ganz klasse – direkt ansprechen soll helfen. Dazwischen funken soll helfen. Sorry, wenn ich was sage, was Andere verletzt und das nicht weiß und auch nicht direkt drauf aufmerksam gemacht werde… ja, dann kann ich das auch nicht ändern. Dann ist das so. Dann leidet Derjenige anscheinend gerne, dann lässt er das nämlich gewollt zu…

 

Oder denke ich jetzt völlig verkehrt? Wenn mir was nicht passt oder man mir was sagt, was mich trifft, dann tu ich doch was dafür, dass das nicht nochmal passiert. Dann sage ich was. Aber nicht erst Tage oder Wochen später, sondern gleich. Oder ich nehme mir 10 Minuten zum Nachdenken und spreche dann nochmals an, was mich getroffen hat. Warum können das tausend Andere, aber ausgerechnet bei mir macht man das nicht?

 

Ich bin nicht dumm, ich bin lernfähig… und ihr wundert Euch, warum ich Wolkentage hab…!

Und dann möchte ich Schreien – laut, einfach so. Ich habe Angst vor mir selbst. Weil ich anscheinend echt die Macht habe, einen lieben und von mir sehr gemochten Menschen einfach so fertig zu machen – unbewusst. Ich verursache Angst. Das will ich nicht. Ich kann mir auch nicht vorstellen, wie es ist, dieses Angstmachen zu lieben, dieses Schrecken verbreiten. Ich bin ein liebender Mensch und ich verstehe das nicht. Ich bin keine Situation, mit mir kann man Reden. Ich bin kein Gegenstand, der sticht/schabt/sägt/schneidet! Ich bin auch ein Mensch. Ein Mensch mir sehr viel Angst, weil ich unsicher bin, was ich jetzt noch machen kann. Ich bin verzweifelt – ich will doch nur Liebe geben, ich will Harmonie, ich will Zufriedenheit um mich rum, durch mich, mit mir. Ich will Kuchen essen und Lachen und dem Kind beim Spielen zusehen… und nicht heulen… ständig, aus Angst, mit Panikattacken leben müssen, mit so dunklen Gedanken, mit Gedanken, die mich meine Familie kosten können, wenn sie jemals Taten werden. Ich habe dafür zum Glück nicht den Mut, ich bin feige. Ich bin nur nach Aussen hin mutig und großschnäuzig und der King der Gassen. Weil ich innen drin ganz klein bin. Weil ich mehr Angst habe, als ein verschreckter Babyhase… weil ich innerlich nur am zittern bin. Ich bin nie groß in Etwas gewesen, nicht bewusst zumindest. Ausser im innerlich davon rennen. Und äusserlich hats mir Prügel eingebracht. Und schlimmere Dinge. Hätte ich mal die Schnauze dann und dort aufgemacht, wo es angebracht war…

 

Ich habe Angst, dass ich diese verletzten Menschen nicht mehr liebhaben darf, weil sie sich mir entziehen. Und ich habe Angst, dass noch ganz viele Wolkentage kommen. Und dass ich das nie wieder gutmachen kann.

Obwohl ich die beste und liebste Familie auf der Welt habe. Und weil ich die beschützen will, muss wieder Sonne her. Ich muss was tun. Ich ende sonst noch hinter Klinikfenstern – Etwas, vor dem ich noch mehr Angst habe.

 

Aber es tut auch mal gut, diese Angst zu benennen, einfach mal zu sagen bzw. zu schreiben, dass man Angst hat. Mir geht es etwas besser. Ein bisschen mehr Sonne im Kopf… ich hoffe, das hier hat jetzt Keinem geschadet. Ansonsten fühlt Euch gedrückt! Vielleicht hilft das auch – und bringt euch Sonne!!!