Von bösen Kalorientierchen, die Nachts heimlich die Klamotten enger nähen!

Ich kann mich nicht erinnern, je schlank oder zumindest normal gewichtig gewesen zu sein. Ich war immer moppelig, mit einem immensen Heißhunger auf Chips, Süßigkeiten, Eis, Nudeln und Pommes gesegnet. Was „satt“ ist, wusste ich nicht. Ich kannte nur „Magen leer“ und „ich Rolle“! 

Meine Mutter hat irgendwann versucht, den Knabberschrank unter Verschluss zu halten, was aber nur bedingt was gebracht hat. Wenn ich bei Freunden war, wurde mal eben das Taschengeld zusammen gekratzt und beim nächsten Laden eine Tüte Chips gekauft, die unbemerkt an meinen Eltern vorbeigemogelt, direkt am Abend noch eines unrühmlichen Todes sterben durfte. Oder ich habe, statt Schwarzbrot, Graubrot oder Obst/rohes Gemüse in mich zu stopfen, lieber ein paar Erdnussbutter-Marmelade-Sandwiches gefuttert. Oder wenns Obst sein musste, auch mal drei Bananen am Stück, die Kalorienbomben schlechthin. Und der Froster war auch zugänglich, wenn Eis da war, lebte auch das nicht lange. Irgendwann haben meine Eltern es aufgegeben, aber wenn ich dann irgendwo hin wollte, musste ich aufs Fahrrad steigen. Das war scheinbar auch gut so, sonst hätte ich als Jugendliche wahrscheinlich schon 100 Kilo auf die Waage gebracht, so waren es nur 70-75kg, für 14/15 Jahre mit 1,68m schon arg zu viel.

Inzwischen bin ich 32, bin 1,71m groß und wiege bzw. wog 104kg.

Vergangenheit, weil ich jetzt seit etwa einer Woche auf Abnehmkurs bin. Den Ausschlag dazu hat das Buch „Fettlogik überwinden“ von Nadja Hermann gegeben. Sie ist unter Anderem als Erzaehlmirnix bekannt und betreibt zu Ihrem Buch auch den passenden Blog.

Ich verfolge Erzählmirnix auf Facebook schon eine ganze Weile und irgendwann rumorte das Buch durch den Blog. Ich las die Leseprobe und war ganz angetan. Doch es geriet in Vergessenheit und erst vor zwei oder drei Wochen erinnerte mich meine Schwägerin, selbst ein „großes Mädchen“, an das Buch. Sie hätte jetzt verstanden, warum sie selbst so dick wäre und was sie ändern kann, um Gewicht los zu werden. Sie lieh mir das Buch vor acht Tagen aus. Seit sechs Tagen zähle ich Kalorien und ich habe nicht nur 4kg in sechs Tagen verloren, sondern auch die hundert unterschritten. Ich bin jetzt ein UHu, unter Hundert.

Das Gewicht hatte ich zuletzt vor meiner letzten Schwangerschaft. 

Mit Hilfe von einer Kalorienzähl-App, einem Grundumsatzrechner und einer Kalorientabelle habe ich angefangen. Und mache weiter, denn meine Ziele sind folgende:

1.: 100kg unterschreiten bis Mitte März

2.: 90kg unterschreiten bis Ende August

3.: 80kg unterschreiten bis Ende 2017

4.: 70kg unterschreiten bis März 2018

5.: zum Schulbeginn 2018 67kg erreichen und halten. 

Dass das erste Ziel so schnell erreicht ist, hätte ich nie gedacht. Wir haben Ende Februar 2017!!! Damit gebe ich mir für 30 Kilo anderthalb Jahre, was extrem ehrgeizig ist. Aber machbar. Ich möchte dazu mit kleinen Gewichten arbeiten, um wenigstens ein bisschen was für meine schlaffen Muskeln zu tun und der liebe Nachbar hat mir sein Taebo-Basic-Programm via DVD angeboten. Wobei ich nicht weiß, ob ich meinem lädierten Knie dieses Rumhopsen antun kann.

Ich bin gespannt und werde berichten. Bis jetzt bin ich schon stolz, meinem inneren Schweinehund den Kampf angesagt und einen kleinen Erfolg eingeheimst zu haben. Und satt kenne ich zwar noch nicht, aber das kommt bestimmt noch!

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